Radio und Fernsehen

Radio und Fernsehen spielen eine wichtige Rolle für die Meinungsfreiheit und -vielfalt in der Schweiz. Die Bundesverfassung fordert von den elektronischen Medien insgesamt, dass sie einen Service public-Leistungsauftrag erfüllen: Sie müssen zur Kultur, zur Meinungsbildung, zur Bildung und zur Unterhaltung beitragen und die Besonderheiten der Schweiz und die Bedürfnisse der Kantone berücksichtigen.

SRG SSR ideé suisse

Den umfassendsten Leistungsauftrag hat die SRG. Sie muss Programme für alle Sprachregionen der Schweiz anbieten. Insgesamt sind es 16 Radio- und 7 Fernsehprogramme. Ausserdem verbreitet die SRG mit ihrem Auslanddienst, swissinfo, über eine multimediale Internetplattform Text-, Bild-, Video- und Audioinformationen über aktuelle Ereignisse in der Schweiz.

Private Veranstalter

 

Neben der SRG bieten auch private Veranstalter Programme an. Sie bedienen in erster Linie lokale und regionale Gebiete. Auf Sendung sind 48 private Lokal- und Regionalprogramme beim Radio sowie 83 beim Fernsehen, ausserdem vier sprachregionale Radio- und sieben Fernsehprogramme.

Empfangsgebühren

 

Wer ein betriebsbereites Radio- oder Fernsehgerät besitzt, muss dies der Inkassostelle Billag melden und Empfangsgebühren bezahlen. Auch Radio hören und Fernsehen über das Internet sind gebührenpflichtig.

Behörden

Konzessionen für Radio- und Fernsehprogramme werden vom Bundesrat bzw. vom Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) erteilt. Fach- und Aufsichtsbehörde ist das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM), welches auch die Frequenzen verwaltet.
Beschwerden zum Inhalt von Sendungen beurteilt die unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen UBI.

Revision des Radio- und Fernsehgesetzes

Das Umfeld von Radio und Fernsehen ist von raschem und tief greifendem Wandel geprägt. Mit der laufenden Revision soll das Radio- und Fernsehgesetz diesem Wandel angepasst werden. Das revidierte Gesetz wird voraussichtlich nicht vor dem Jahr 2006 in Kraft treten.